„Eine der besten Kurzgeschichten, die ich je gehört habe“ (♫)

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„Eine der besten Kurzgeschichten, die ich je gehört habe“ (♫)

Vom Monodrama bis zum Dreiakter, von der Miniatur bis zum Roman, vom Distichon bis zum Sonettereigen: Ingo Munz hat sich vielen literarischen Spielarten mehrfach angenommen, hat mal experimentiert, mal haarfein ausgearbeitet. Bislang aber gibt es nur ein einziges Hörspiel: Das Projekt Türenkonzert. Geschrieben in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2005, wurde es bis heute mehrfach interpretiert. Unter den zahlreichen Rezensionen finden sich ausschließlich wohlmeinende. Einige feiern das Türenkonzert mit Lobeshymnen.

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Die Produktion aus dem Hause Stimmbuch

Die populärste Version wurde 2008 von der mittlerweile verstorbenen Theaterlegende Traugott Buhre gelesen. Mit Unterstützung der Hamburger Kulturstiftung Cafe Royal erfolgte die Produktion der CD im Kölner Stimmbuch-Verlag.

Das Cover der »Inszenierten Lesung«, produziert vom Kölner Stimmbuch Verlag

Das Cover der »Inszenierten Lesung«, produziert vom Kölner Stimmbuch Verlag

Nach der Zusammenarbeit von Sounddesigner Peter Harrsch mit der Bonner Regisseurin Silke Hilde-brandt, die auch die Rechte an dem Stück hält, kam das Hörspiel im September 2008 unter dem Titel »Das Türenkonzert – eine Inszenierte Lesung mit Musik und Geräuschen« auf den Markt.

Für eine weitere Interpretation sorgte in den Jahren 2006 und 2007 Ingo Munz‘ langjähriger Mäzen und Förderer Ralf-Dieter Jancke, der nach akribischer Vorbereitung eine vor allem musikalisch höchst anspruchsvolle CD (u. a. mit Konstantin Scherbakov) vorlegen konnte.

 

Die Version des Autors

Erhalten ist zudem eine vom Autor gelesene Interpretation. In dem Booklet fasst Ingo Munz die Geschichte wie folgt zusammen:

Was geschehen kann, wenn man Beethoven und Schiller nicht nur bewundert, sondern sie beim Wort nimmt.

Was passiert, wenn man Beethoven und Schiller nicht nur bewundert, sondern sie beim Wort nimmt?

„Seit 48 Jahren passiert in einem ganz gewöhnlichen Mietshaus einer ganz gewöhnlichen Stadt genau das, was wohl überall in den unpersönlichen Mietshäusern dieser Welt passiert: abgesehen von gegenseitiger Ignoranz eigentlich nichts Besonderes! Mit dem Einzug von Marius Möller ändert sich das Bild abrupt. Unterstützt von Ludwig van Beethovens berühmter Neunten Symphonie und inspiriert durch den Geist Friedrich Schillers, rebelliert Marius Möller gegen den Gleichmut in nachbarschaftlichen Beziehungen, gegen die Abscheu vor dem angeblich Unmöglichen. In dem vorliegenden Hörspiel wird beschrieben, was geschehen kann, wenn man mit Schiller und Beethoven zwei der großen deutschen Klassiker nicht nur bewundert, sondern sie beim Wort nimmt.

 

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Rezensionen

► Winfried Borchert, am 27.08.2011 für die Magdeburger Volksstimme
Originalartikel als PDF

Ode an das Miteinander

Marius Möller ist neu in dem gewöhnlichen Mietshaus, in dem Zeitungen abhanden kommen und Fahrräder; wo Hauswochenmuffel am Schwarzen Brett angeprangert werden. Musikliebhaber Möller findet sich nicht damit ab, dass die 16 „Parteien“ – Singles, Paare, Familien mit Kindern – desinteressiert und freu(n)dlos vor sich hin vegetieren. Seine Idee: Alle Mieter sollen an einem bestimmten Tag zu Beethovens 9. Sinfonie im Takt ihre Wohnungstüren auf- und zuschlagen. Der umwerfende Plan scheitert zunächst, weil sich einige Griesgrame verweigern. Dennoch ändert sich – anfangs kaum merklich – das Klima im Haus. Man grüßt sich plötzlich, und der Initiator lässt nicht locker.
Mit dem „Türenkonzert“ ist Autor Ingo Munz, dem inzwischen verstorbenen Sprecher Traugott Buhre und dem Stimmbuchverlag ein ganz außerordentliches kleines Hörkunstwerk geglückt. Untermalt von Ausschnitten aus Beethovens Musik und Schillers Text zeigt es die wundersame Wandlung einer Hausgemeinschaft vom Neben- zum Miteinander. Prädikat: Besonders wertvoll!

 

► Florian Hilleberg, am 17.10.2008 – (http://www.media-mania.de)
Ein neuer Mieter zieht in das Großstadt-Wohnhaus ein, wo sich die Leute zwar gegenseitig vom Sehen her kennen, ansonsten aber kaum Notiz voneinander nehmen und aneinander vorbei leben. Der neue Mieter Marius Möller möchte nun ein unglaubliches Experiment wagen und fordert die anderen Bewohner schriftlich auf gemeinsam an einem festgelegten Termin die Türen im Takt zu Beethovens Neunter zuzuschlagen. Zunächst stößt Möller mit dieser Idee auf Ablehnung, doch nach und nach begeistern sich immer mehr Mieter für dieses Projekt…
Meinung: Ingo Munz schrieb eine wundervolle Kurzgeschichte über die Anonymität innerhalb von Wohnhäusern in Großstädten, wo kaum jemand den Nachbarn wirklich kennt. Erzählt wird die Geschichte von einem älteren Bewohner, der die Bemühungen des jungen Mannes mit einer Mischung aus Verwirrung, Belustigung und Faszination beobachtet, aber begeistert an dem Projekt teilnehmen möchte. Als Sprecher konnte Traugott Buhre gewonnen werden, ein Schauspieler, dessen stimmliche Akrobatik perfekt dafür geeignet ist die Emotionen, die diese Geschichte hervorruft, hörbar zu machen. Begleitet wird die Lesung durch die Musik von Beethoven, dessen Kompositionen einen wunderschönen Klangteppich für die Erzählung bilden. Die passenden Geräusche eines belebten Hauses sorgen für eine authentische Atmosphäre. Leider ist das Hörvergnügen nicht von langer Dauer, denn nach gut 48 Minuten ist das Türenkonzert bereits vorüber. Dennoch ist das Produkt sein Geld wert, denn der Hörer bekommt eine sehr schöne und humorvoll erzählte Geschichte geboten, die eine wichtige Botschaft transportiert.
Aufmachung: Die äußere Gestaltung ist sehr dezent gehalten worden und zeigt ein unifarbenes Cover mit Notenzeilen und Türknauf. Das Booklet selbst hat für den interessierten Hörer nur ein Minimum an Informationen parat. Fakten zum Autor und Hinweise auf weitere Produkte des Verlags wären schön gewesen.
Fazit: Eine wunderbar erzählte, nachdenklich stimmende Geschichte über Einsamkeit und Nachbarschaft. Traugott Buhre ist ein sehr gefühlvoller Sprecher, der die Atmosphäre der Story perfekt einzufangen versteht. Trotzdem das Hörbuch sehr kurz ist, kann man bedenkenlos zugreifen, sollte man anspruchsvolle Unterhaltung suchen.

 

► Hanns-Werner Prunck, am 18.11.2008 auf podcast.de

Die Rezension von Hanns-Werner Prunck anhören:

Ja ja, Sie haben richtig gelesen. Ingo Munz hat eine Geschichte über die Macht der Musik geschrieben. Die ist nämlich so groß, dass man damit sogar ein deutsches Miethaus auf Vordermann kriegt… Wetten?

 

► Captain Blitz urteilt: (hoerspielhoelle.de)
Es kommt neuer Schwung in ein ansonsten tristes und langweiliges Mehrfamilienhaus in einer Großstadt, denn der Neuling im Haus, ein junger Mieter, bringt seine Vorliebe für klassische Musik mit. Diese Liebe zur Musik möchte er auch den anderen Mietern näherbringen und so die Gemeinschaft im Haus fördern. Er hat deshalb eine ganz besondere Idee, denn zu Beethovens Neunter sollen alle Bewohner des Hauses in einem bestimmten Takt ihr Wohnungstür zuschlagen. Anfangs halten nur wenige etwas von dieser ungewöhnlichen Idee, doch dann stimmen immer mehr mit ein. So nimmt das Türenkonzert seinen Anfang!
Meinung: Eine eigenwillige Idee und eine eigenwillige Geschichte aus der Feder von Ingo Munz, die aber durchaus einen gewissen Unterhaltungsfaktor hat, der aus der Abstrusität der Handlung hervorgeht. Neben der Musik, die logischerweise einen Großteil der Story ausmacht, wird natürlich auch das teilweise doch sehr anonyme Leben in einem Mehrfamilienhaus thematisiert und die Gleichgültigkeit angeprangert, in der viele Menschen nebenher vegetieren. Innovativ und extrem kurzweilig und das liegt nicht nur an der recht kurzen Spielzeit von 49 Minuten.
Traugott Buhre trägt diese Geschichte vor und er macht seine Sache sehr gut und bringt den alten Mieter bestens und glaubwürdig rüber. Sicherlich hätte man die Handlung auch aus der Sicht des jungen Neumieters erzählen können, doch dann hätte Buhre nicht mehr als Erzähler gepasst, aber eine weitere Variante wäre es durchaus gewesen. Wie dem auch sei, Traugott Buhre brummelt sich souverän durch das Türenkonzert, die Betonungen sitzen und die Vorstellung fällt ziemlich facettenreich aus, mit dieser Darbietung kann man rundum zufrieden sein.
Wie man sich denken kann, gibt es hier reichlich Musik, macht sie ja auch einen essentiellen Teil der Handlung aus. Logischerweise bekommen wir hier Beethovens Neunte serviert, dazu noch eine ganze Reihe Geräusche und die Soundkulisse des Wohnhauses kommt bestens rüber. In der Hinsicht geht Stimmbuch diesmal in die Vollen und präsentiert, was die Inszenierung anbelangt, eine überragende Lesung.
Eine innovative, niveauvolle und unterhaltsame sowie auch kurzweilige Geschichte, die dazu von Stimmbuch schön umgesetzt wurde, wirklich klasse. Eine starke Mischung aus Handlung und Musik und für musikalische Menschen eine empfehlenswerte Angelegenheit!

 

► „Linda“, am 17.11.2009 auf Amazon.de
Super zum Einzug in eine neue Wohnung: Mit eine der besten Kurzgeschichten, die ich je gehört habe: maximal unterhaltsam, kurzweilig, lustig und wie es mein alter Deutschlehrer so schön sagen würde „regt zum Nachdenken an“. Die Vertonung ist toll und es macht Spaß, Beethovens Neunte in dieser Erzählung zu hören. Alle, die in einem Mietshaus wohnen, werden sicher viel zum schmunzeln haben. Ist auch ein tolles Geschenk zum Umzug/Einzug.

 

► Dr. Maria Fruehwald, am 30.09.2008 auf Amazon.de
Ein kleines Schmuckstück: Selten habe ich ein so freundliches, witziges und gleichzeitig nachdenklich machendes Stück gelesen oder gehört wie das Türenkonzert. Ich verschenke es sehr gerne und werde sicher noch mehr bestellen.

 

► „Musele“, am 17.03.2009 auf claudio.de
Eine grandios inszenierte Lesung mit Musik und Geräuschen, rundum vom Feinsten: Die Idee für dieses Hörspiel: außergewöhnlich und ebenso genial! Die Vertonung ist so gelungen, dass man das Gefühl hat, als Teil der Wohngemeinschaft mitten drin zu stehn – im Großstadt-Wohnhaus. Und nicht zuletzt ist die Geschichte ein Plädoyer für mehr Miteinander, Verständnis und Menschlichkeit – denn wo Menschen sind, „menschelt´s“ eben…

 

► Johann Berglemann, am 02.01.2010 auf Amazon.de
Außergewöhnlich: Mir scheint, dass die Geschichte nicht einfach geschrieben und dann vertont wurde, sondern dass sie als Hörspiel angelegt worden ist. Es handelt sich also nicht um Literatur, die dann irgendwann, weil Hörspiele in sind, vertont und in Szene gesetzt worden ist. Hier sollten aktuelle Ansichten an die Seite von Schiller und Beethoven gestellt werden. Die Geschichte hat sich die absolut richtige Form gesucht, sie ist facettenreich und ungemein poetisch erzählt: es ist dieses eine außergewöhnliche CD!

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