Eine der besten Kurzgeschichten, die ich je gehört habe

Hören Sich sich in Euphorie!

 

Seit 48 Jahren passiert in einem ganz gewöhnlichen Mietshaus einer ganz gewöhnlichen Stadt genau das, was wohl überall in den unpersönlichen Mietshäusern dieser Welt passiert: eigentlich nichts Besonderes!
Mit dem Einzug von Marius Möller ändert sich das Bild abrupt. Unterstützt von Ludwig van Beethovens berühmter Neunten Symphonie

und inspiriert durch den Geist Friedrich Schillers, rebelliert Marius Möller gegen den Gleichmut in nachbarschaftlichen Beziehungen, gegen die Abscheu vor dem angeblich Unmöglichen. Das Hörspiel beschreibt, was geschehen kann, wenn man mit Schiller und Beethoven zwei der großen deutschen Klassiker nicht nur bewundert, sondern sie beim Wort nimmt.

Mit dem „Türenkonzert“ ist Autor Ingo Munz, dem inzwischen verstorbenen Sprecher Traugott Buhre und dem Stimmbuchverlag ein ganz außerordentliches kleines Hörkunstwerk geglückt.

Winfried Borchert

Kritiker, Magdeburger Volksstimme

Super zum Einzug in eine neue Wohnung: Mit eine der besten Kurzgeschichten, die ich je gehört habe: maximal unterhaltsam, kurzweilig, lustig und wie es mein alter Deutschlehrer so schön sagen würde „regt zum Nachdenken an“. Die Vertonung ist toll und es macht Spaß, Beethovens Neunte in dieser Erzählung zu hören.

Linda

Leserstimme, auf Amazon.de

Die Produktion aus dem Hause Stimmbuch

Die populärste Version wurde 2008 von der mittlerweile verstorbenen Theaterlegende Traugott Buhre gelesen. Mit Unterstützung der Hamburger Kulturstiftung Cafe Royal erfolgte die Produktion der CD im Kölner Stimmbuch-Verlag.

Nach der Zusammenarbeit von Sounddesigner Peter Harrsch mit der Bonner Regisseurin Silke Hildebrandt, die auch die Rechte an dem Stück hält, kam das Hörspiel im September 2008 unter dem Titel »Das Türenkonzert – eine Inszenierte Lesung mit Musik und Geräuschen« auf den Markt.

Für eine weitere Interpretation sorgte in den Jahren 2006 und 2007 Ingo Munz‘ langjähriger Mäzen und Förderer Ralf-Dieter Jancke, der nach akribischer Vorbereitung eine vor allem musikalisch höchst anspruchsvolle CD (u. a. mit Konstantin Scherbakov) vorlegen konnte.

Die Version des Autors

Erhalten ist zudem eine vom Autor gelesene Interpretation sowie jener himmelblau-grüne Coverentwurf.

Cover des Autors: Das Türenkonzert

Das Türenkonzert [Audio-CD]

zu 10 Euro

»Eine Ode an das Miteinander«

Teaserfilm zu einem weiteren Hörstück

Der Sargbauer zu Fretter im Sauerland

Das Hörstück ist ebenfalls als Audio-CD erhältlich.

Ingo Munz über das Erzählen von Geschichten

Ich liebe Geschichten! Ich liebe Geschichten mit einem Anfang und einem Ende, ein Ende, das ein Ausrufezeichen setzt. Das so beliebte offene Ende ist meine Sache nicht. Zur Meisterschaft, so bin ich überzeugt, hat es eine Geschichte dann geschafft, wenn sie zwar unmissverständlich klar macht: hier ist Schluss! sie aber dennoch mehrdeutig bleibt. Eine Mehrdeutigkeit, die sich freilich nicht allein auf das Ende bezieht, sondern vor allem die Motive und Handlungen der Protagonisten meint.

Zu meinen bevorzugten Stilmitteln gehört, auch in der kurzen Prosa, die Retardation, also die Verlangsamung, das Verzögern der literarischen Handlung. Bisweilen übertreibe ich gerne, um die Geschichten dort anzusiedeln, wo es am spannendsten ist: auf der Naht zwischen Wirklichkeit und Fiktion.

Während der Erzählung sehe ich meine Hörer gerne schmunzeln. Ein gefälliges Lächeln nach Abschluss der Geschichte kann mir allerdings gestohlen bleiben. Ich kalkuliere also bereitwillig ein, kein uneingeschränktes Lob einzuheimsen. Ja, wer sich vor der Nachtruhe noch ein wenig amüsieren und sein Tun und Denken bestätigt wissen will, der wird mit meinen Geschichten nicht glücklich werden.

Freilich ist mein Ziel nicht per se, anderer Meinung als der Hörer zu sein, ihn zu irritieren oder gar zu provozieren, aber ich gestehe ein, dass ich eine Geschichte, die heute beklatscht, morgen aber bereits vergessen ist, für gescheitert, für schlecht und nicht der Rede wert halte!

 

Achtung, Theorie! Was bedeuten Prosa, Drama, Lyrik?

Warum sich der Inhalt die Form sucht

 

Alexander Puschkin

Literarisches Verständnis: Prosa

Starker Tobak! Warum, wer sendungsbewusst ist, am besten Prosa verfertigt und Antwort auf die Frage, wessen Romane zwar gerne gelesen, aber schnell wieder vergessen werden.

Literarisches Verständnis: Drama

Der ewige Goethe hängt kopfüber vom Schnürboden eines Stadttheaters herab. Neben ihm: Ingo Munz und ein gewisser Lovis Löwenthal. Es gibt den Faust. Und es geht sehr ordentlich zur Sache!

Gottried Benn

Literarisches Verständnis: Lyrik

Warum Lyrik weniger mit Handwerk zu tun hat als die meisten denken. Und endlich Aufklärung darüber, warum Ingo Munz Johannes R. Becher Gottfried Benn vorzieht.